Korfball hat in Polen eine fast 20-jährige Tradition. Die ersten Schritte wurden 1987 unternommen. Der bis dato größte Erfolg war der 9. Platz bei den Weltmeisterschaften von 1999 in Australien und der Titel als „Most Spectacular Team“ (spektakulärste Mannschaft).
Korfball wird in Polen in verschiedenen Altersstufen gespielt: Von den jüngsten Spielen unter 10 Jahren (regionale und örtliche Turniere), jungen Junionren (nationale Meisterschaften), Junioren (nationale Meisterschaften) und Universitätsstudenten (Studentenpokal) bis hin zu –natürlich- den Senioren.
Die erwachsenen Spieler messen sich in der Polnischen Korfball-Liga (Polska Liga Korfballu), die letzte Saison aus sieben Teams bestand.
Mit dem Beginn der neuen Saison (2006/2007) hat die PKF den Wettbewerb in Form einer echten Liga organisiert (Vor 2006 wurden 3 bis 4 Turniere und eine Play-Off-Finalrunde zwischen den besten zwei ausgespielt). Die besten beiden Mannschaften letzte Saison waren der Club mit den meisten Titeln, AKK AWF Warschau, und Mega Sports Warschau, die auch die letzte Finalrunde bestritten. AKK AWF gewann 2:1 in den drei Finalspielen. Die erfahrensten Teams sind zudem AKK AWF Biala Pdlaska und Lubball Lubliniec. Diese beiden waren 3. und 4. am Schluss der letzten Saison. Aus der Hauptstadt Polens kamen weiterhin die „Anfänger“ Team BCD und AZS EWS. Letzteres ist ein Unversitätsteam, das von der Meisterspielerin Agnieszka Tarasiewicz-Aid angeführt wird.
Die Polnische Korfball-Föderation führt Korfball in polnischen Universitäten ein. Nach einigen Promotion-Aktionen mit der Hilfe des Akademischen Sportbundes (Akademicki Zwiazek Sportowy) gab es 7 Teams im Wettbewerb um den 1. Polnischen Studentenpokal (Puchar ZG AZS w Korfballu). Das beste Team war aus Wroclaw, von dem bereits mehr als die Hälfte der Spieler für Iglica Wroclaw gespielt hatte. Aber es gab auch einige komplett neue Mannschaften aus Regionen in denen Korfball in den letzten Jahren abwesend war: Lodz, Zgierz, Czestochowa und Olsztyn. Olsztyn hat für den polnischen Korfball eine besondere Bedeutung, denn dort haben in den letzten 15 Jahren jedes Jahr Sommer-Camps für mehr als 350 Spieler stattgefunden; zudem war es in Kortowo/Olsztyn, wo 1987 die ersten Schritte zum polnischen Korfball unternommen wurden.
Der Erfolg des polnischen Korfballs wird jedoch von den aktuellen Junioren abhängen. In den Juniorenwettbewerben beteiligten sich zuletzt 27 Teams. Die größten und stärksten unter ihnen sind Maratonczyk Kolo (aus einer kleinen Stadt zwischen Warschau und Poznan) und aus der Nähe von Warschauf die Teams Cirkus Konstancin und Strzala Duczki. Es gibt weiterhin etliche kleine Schulclubs.
Einige Junioren wurden jedes Jahr zu erwachsenen Spielern, und so wurde das Interesse an Korfball stärker und stärker. Diese Saison erhoffen wir uns zum ersten Mal eine 2. Liga einrichten zu können.
Im Hinblick auf die Langzeitstrategie fokussiert sich die PKF darauf, mehr Ex-Junioren in die Universitätsclubs und die Erwachsenenteams zu übernehmen. In den letzten Jahren beendeten zu viele Korfballjunioren nach der Sekundärschule. Wir hoffen, dass wir auf diesem Wege neue Menschen und neue Regionen für Korfball gewinnen können. Weiterhin arbeitet die PKF an der internationalen Entwicklung, mit besonderem Augenmerk auf Litauen (deswegen gibt es die litauische Fahne und einen Link auf dieser Seite!). Wir sind für jeden Vorschlag aus anderen Ländern offen und interessiert an jedem Jugendaustausch.
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